Rauminszenierung mit rotem Sofa im Mittelpunkt

Berufsfachschüler am Reckenberg-Berufskolleg gestalten Lehrerarbeitsraum neu Dass praxisnaher Unterricht am Reckenberg-Berufskolleg nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, zeigt sich bei einem Kundenauftrag, den derzeit 22 Schüler der Berufsfachschule für Gestaltung für die eigene Schule und die Lehrerschaft erledigen. Im Mittelpunkt steht ein knallrotes Sofa – und dieses gilt es in einer Art Raum-im-Raum-Situation zu inszenieren. Den Auslöser für den außergewöhnlichen Auftrag, bei dem es darum geht, besagtes rotes Sofa in einer szenografischen Raumillusion wie in einem Wohnzimmer wirken zu lassen, gaben die derzeit im umfangreichen Maß laufenden Umbaumaßnahmen im Schulgebäude. Das Berufskolleg des Kreises Gütersloh wird gegenwärtig mit digitaler Technik ausgestattet. Und um sich fit für den Unterricht zu machen, in dem die digitale Technik künftig natürlich so weit wie möglich genutzt werden soll, hat die Schule sogenannte Mikro-Fortbildungen ins Leben gerufen. Die Idee: Lehrer treffen sich zu festen Zeiten zum Fachgespräch auf dem roten Sofa, das in einer Nische im großen Lehrer-Arbeitsraum steht, tauschen sich über die neuesten Unterrichts-Apps aus und lassen sich Tipps zur möglichst optimalen digitalen Nutzung von Tablets und Laptops geben. Dabei ist das rote Sofa nicht nur für Lehrer reserviert – auch technikaffine Schüler nehmen immer wieder gern darauf Platz und verraten den Pädagogen Tricks zur Anwendung von Programmen. Schulleiterin Elke Brost hatte die Idee für dieses niederschwellige Angebot: „Was nützt die digitale Technik im Haus, wenn Kollegen sie nicht nutzen, weil sie sich noch nicht so gut auskennen? Viele unserer Schüler sind fit in dem Thema, geben ihr Wissen gern weiter und probieren zum Beispiel zusammen mit den Lehrern Apps aus. Das wollen wir fördern und daher brauchen wir ein gemütliches Plätzchen für diese kleinen Fortbildungen der ganz besonderen Art.“ Die Schüler hätten den Auftrag sehr gern angenommen, das rote Sofa in ein passendes Ambiente zu setzen, erklärt Gestaltungslehrerin Marietheres Pickmeier, die das Projekt betreut. „Zuerst habe man sich um die Wandgestaltung gekümmert und Kacheln als Eye-Catcher mit individuellen Mustern, angelehnt an Pixelformen, entworfen. Sie werden das Sofa einrahmen . In individuellen Skizzen wurden danach Ideen zur Raumgestaltung entworfen: Tischchen, Lampe, ein weiteres Sofa oder ein Sessel sollen den Bereich deutlich vom nüchternen Computer-Arbeitsraum abheben und zum Plausch einladen. Handwerklich fertiggestellt wird die ganze Inszenierung ebenfalls von den Berufsfachschülern im Rahmen ihres Werkstattunterrichts. Die 22 Jugendlichen bereiten sich in ihrem einjährigen Bildungsgang derzeit auf ihren Realschulabschluss vor und die meisten von ihnen wollen im Sommer in eine handwerkliche Berufsausbildung starten. „Für die Bewerbung ist es sicherlich ein Pluspunkt, wenn unsere Berufsfachschüler zeigen können, dass sie auch an realen Aufträgen gearbeitet und diese auch eigenständig realisiert haben“, freut sich Marietheres Pickmeier.

Zahlreiche Ideen – wie zum Beispiel bemalte Kacheln in Pixelformen - für eine Raum-im-Raum-Installation, bei der ein rotes Sofa im Mittelpunkt künftiger Lehrerfortbildungen steht, haben die Berufsfachschüler für Gestaltung am Reckenberg-Berufskolleg bereits entwickelt.

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