Im Fünf-Sterne-Hotel in vier Wochen viel gelernt

Schülerin des Reckenberg-Berufskollegs absolviert Praktikum im Harz Rheda-Wiedenbrück.

„Ich habe hier in vier Wochen so viel gelernt, weil mir auch so viel zugetraut wurde. Dass ich mich getraut habe, mein Praktikum so weit entfernt von zu Hause zu machen, hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben und gezeigt, dass mir künftig eigentlich die ganze Welt offensteht.“ Die 19-jährige Henrika Teske, Schülerin am Reckenberg-Berufskolleg Rheda-Wiedenbrück, blickt überaus positiv auf ihr vierwöchiges Betriebspraktikum zurück, das sie kürzlich in einem Fünf-Sterne-Hotel im Harz absolviert hat.

Im Rahmen ihrer zweijährigen schulischen Ausbildung als Staatlich geprüfte Assistentin für Ernährung und Versorgung, Schwerpunkt Service machte die Rietbergerin ihr drittes Praktikum im revita-Hotel in Bad Lauterberg. Dazu zog sie für vier Wochen in eine kleine Pension, rund 450 Kilometer entfernt von zuhause, um jeden Morgen pünktlich zur Arbeit in dem Hotel zu erscheinen. Ihre Eltern waren im Rahmen eines Kurzurlaubs einige Zeit zuvor Gäste im revita und erzählten ihrer Tochter begeistert von dem erstklassigen und hochwertigen Service des Betriebs. Spontan entstand die Idee, dass Henrika sich dort für ein Betriebspraktikum bewirbt – und auch prompt genommen wurde. „Ob man nun ein Hotel nimmt, das man bereits kennt und das nicht weit von zuhause liegt oder ob man seine Koffer packt und für vier Wochen etwas völlig Neues ausprobiert, ist schon ein ganz schön großer Unterschied“, resümiert Henrika nach ihrem Aufenthalt. Schließlich hatte sie die vorherigen Praktika in direkter Nähe ihrer Heimatstadt Rietberg absolviert. „Aber dieser Aufwand hat sich echt gelohnt“, ist sie sich sicher. „Meine Einsatzbereitschaft zahlt sich sicherlich bei der Bewerbung für einen späteren Einstieg in den Beruf aus.“ Das bestätigt auch Lehrerin Nicole Schwindeler, die am Reckenberg-Berufskolleg als Bildungsgangleiterin für die Betreuung der Praktikantin zuständig ist: „Eigentlich alle Schüler suchen sich Einrichtungen in direkter Nähe zu ihrem Zuhause. Den Mut zu haben, etwas ganz Neues zu wagen, fördert die Selbstständigkeit ungemein und stellt eine gute Qualifikation für den Start in den Beruf dar.“ Die Betreuung der Praktikantin erfolgte in diesem Sonderfall nicht durch einen persönlichen Besuch sondern telefonisch. Aber auch das habe einwandfrei funktioniert, resümiert die Bildungsgangleiterin. Die Bandbreite der Aufgaben, die Henrika Teske im revita-Hotel erledigt hat, war überaus vielfältig. So wurde sie in den verschiedenen Restaurants des Betriebes eingesetzt. Unter der Leitung des Restaurantdirektors Christoph Pöhner und seiner 50-köpfigen Servicebrigade war es für die Schülerin des Reckenberg-Berufskollegs eine lehrreiche und sehr interessante Erfahrung. "Ich wurde herzlich empfangen und sehr gut betreut.“ Neben dem korrekten Umgang mit verschiedenen Gästen waren dies zum Beispiel das Einüben bestimmter Tragetechniken beim Servieren, das Eindecken, Tischdecken auflegen, Servietten brechen oder Besteck polieren. Auch das Herrichten von Konferenzräumen und das Vorbereiten von Kaffeepausen und Snacks bei Tagungen gehörten dazu. Henrika: „Es gab so viel Abwechslung bei den Arbeitsaufträgen und das Team war nicht nur überaus kompetent sondern auch sehr nett.“ Besonders interessiert waren die Ausbilder im Hotel auch an dem Bildungsgang. Denn eine solche zweijährige schulische Ausbildung sei dort nicht bekannt gewesen, erklärt Henrika. Insgesamt seien die vier Wochen wirklich wie im Flug vergangen und hätten sich in der Bergumgebung des Harzes – trotz der Arbeit – eigentlich ein bisschen wie Urlaub angefühlt. „In meiner Freizeit war ich schwimmen und sogar wandern. Das hätte ich zuhause nie gemacht“, zieht Henrika ihr Fazit zu einem wirklich außergewöhnlichen Praktikum, das sie jedem nur empfehlen kann. Und sie stellt noch etwas fest: „Wie interessant man seine schulische Ausbildung gestaltet, hat doch jeder selbst in der Hand. In zwei Jahren können Serviceassistenten Praktika in ganz verschiedenen Bereichen machen. Wenn man sich interessante Betriebe aussucht, profitiert man ungemein.

Die Fotos zeigen Henrika Teske.

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