Schüler der internationalen Klassen am Reckenberg-Berufskolleg haben sich mit ihrem Abschluss einen Wunsch erfüllt

Rheda-Wiedenbrück. Was im Leben wichtig ist, mag für jeden persönlich etwas Verschiedenes sein. Vielleicht gehört aber für viele die Familie genauso dazu wie Gesundheit, Sicherheit, Zufriedenheit, Arbeit und Bildung oder auch genug Geld für Luxusartikel. Was für Schülerinnen und Schüler wichtig ist, die noch nicht lange in Deutschland leben, wurde auf der Abschlussfeier der fünf internationalen Klassen am Reckenberg-Berufskolleg deutlich. Erfolgreich den Klassenabschluss und den Hauptschulabschluss geschafft zu haben, war von vielen ein großer Wunsch, der jetzt in Erfüllung gegangen ist.

Zwei große Gläser, dazu Steine in verschiedenen Größen und ein Eimer Sand waren die Anschauungsobjekte, die die stellvertretende Schulleiterin Monika Schroedter, benutzte, um gemeinsam mit rund 90 Absolventen der internationalen Klassen und der Ausbildungsvorbereitung zu zeigen, dass jeder viele guten Wünsche mit auf den nächsten Schritt des Lebensweges nehmen kann. Dabei zeigte sich, dass es besser ist, zuerst die großen Steine, das heißt die wichtigen Lebenswünsche, in sein Glas zu legen, als die nicht ganz so wichtigen kleinen Wünsche, die vielleicht ein neues Smartphone, neue Sneakers oder Markenkleidung sein können. Diese wurden durch den Sand dargestellt, der zwar gut zwischen die Ritzen der großen Steine passt und ein Glas ausfüllt, aber nicht zuerst bis oben ins Glas gefüllt werden sollte. Denn dann passen keine großen Steine, sprich: keine wichtigen Wünsche, mehr hinein.

An dieses symbolische Bild schloss auch Fachbereichsleiter Michael Wagner an. Er wünschte, auch im Namen der Klassenlehrer, schöne und erholsame Ferien. Aber das Leben gehe nach der Schule weiter und Entscheidungen seien zu treffen. Ein gerader und erfolgversprechender Weg zu einem erfüllenden Beruf sei sicherlich eine Ausbildung. Das bedeute auch lebenslanges Lernen anstelle von Stillstand und eine relativ sichere Zukunft, in der sich Zufriedenheit einstellen könne.

Die Sprache zu lernen, die Kultur zu verstehen und sich an den Alltag in Deutschland zu gewöhnen, stand im vergangenen Jahr bei den internationalen Klassen ganz oben auf dem Stundenplan. Überaus positiv ist, dass insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler ihren Hauptschulabschluss erreicht haben, mit dem sie nun in eine Ausbildung starten oder in einen anderen Bildungsgang wechseln, um sich weiter zu qualifizieren. Einige beginnen, nach ihrem erfolgreichen Spracherwerb in der internationalen Klasse, sogar ein Studium. Andere besuchen weiter die internationalen Klassen am Reckenberg-Berufskolleg, um die Sprache noch besser zu erlernen oder starten in ein Arbeitsverhältnis.

Schülerinnen und Schüler aus fünf internationalen Klassen und der Klasse der Ausbildungsvorbereitung freuen sich über ihren Abschluss am Reckenberg-Berufskolleg.
Die großen Steine, das heißt die wichtigen Lebenswünsche, gehören zuerst in das Glas des Lebens, demonstrierten Zahra und Bahaa, zwei Absolventen der internationalen Klasse, gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Monika Schroedter, bei ihrer Abschlussfeier am Reckenberg- Berufskolleg.

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