Mit „Elsas Stern“ thematisch auf Fahrt nach Auschwitz vorbereitet

Schüler vom Reckenberg-Berufskolleg diskutieren mit Autorin über Holocaust-Roman

Bereits zum zweiten Mal war kürzlich die Schriftstellerin Agnes Christofferson zu Gast im Reckenberg-Berufskolleg. Sie diskutierte gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern über die Thematik und die Entstehung ihres Buches „Elsas Stern“. Die Lektüre ist Teil einer Vorbereitungsreihe für die nächste Studienfahrt nach Auschwitz, die Ende Februar stattfindet.

„Es ist uns wichtig, dass unsere Lernenden nicht unvorbereitet die Fahrt nach Auschwitz antreten. Daher beschäftigen wir uns im Vorfeld in verschiedener Weise mit der Thematik rund um den Holocaust“, erklärt die projektverantwortliche Lehrerin Meike Hagemeier. Der fiktive Roman der in Herford lebenden Schriftstellerin Agnes Christofferson stellt schülergerecht, aber auch historisch realistisch das Grauen des Nazi-Regimes dar. Die Geschichte, die erzählt wird, so schildert die in Polen geborene und mit zwölf Jahren nach Deutschland eingewanderte Autorin in der Gesprächsrunde, basiere auf Gesprächen mit Zeitzeugen sowie historischen Zeitzeugenberichten. Die Recherchezeit habe rund drei Jahre betragen. Dass es auch für eine Schule mit einem deutlich beruflichen Ausbildungsschwerpunkt wichtig ist, die historische Dimension und Verantwortung für junge Menschen begreifbar zu machen“, erklärt Fachbereichsleiter und Fachlehrer Jens Rybak. Dass die Geschichte auch bei Jugendlichen nicht vergessen wird und sie sich ihrer Verantwortung und der notwendigen Auseinandersetzung damit gegen ein Vergessen bewusst sind, zeigt das große Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Thematik. Zur nun zweiten Fahrt nach Auschwitz, die das Reckenberg-Berufskolleg nach dem letzten Jahr erneut anbietet, gab es viel mehr Anmeldungen als freie Plätze. Gegen das Vergessen schreibt auch Agnes Christofferson, wie sie in der Diskussionsrunde ihre Motivation beschreibt. 

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