Wer will ein Gespräch mit Hitler führen?

Fachabiturienten des Reckenberg-Berufskollegs führen Umfrage zum Nationalsozialismus durch

Ein Gespräch mit Hitler? – Wie soll das denn gehen? Dieser und weiterer Fragen widmeten sich Fachabiturienten des Reckenberg-Berufskollegs Rheda-Wiedenbrück aus dem Bildungsgang der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen. Sie führten eine Umfrage zum Thema "Nationalsozialismus in der Gegenwart" durch.

Die einzelnen Arbeitsgruppen der zwölften Klasse hatten sich im Vorfeld Fragen überlegt, die als Umfrage zusammengetragen ein öffentliches Meinungsbild widerspiegelt. Zu den einzelnen Fragen überlegten sich die einzelnen Mitglieder Hypothesen, wie wohl der Großteil der Befragten darauf antworten könnte. Die Befragungen der Schüler wurden im Raum Rheda-Wiedenbrück, Verl, Gütersloh und Clarholz durchgeführt und bei den 250 Interviews waren alle Altersgruppen zwischen 14 bis 80 Jahren vertreten.

Die Auswertung zeigte, dass sich grundsätzlich der Großteil der befragten Bürger über die Thematik Nationalsozialismus gut informiert fühlt, viele hatten sich auch bereits privat mit dem Thema beschäftigt. Bei der Frage, ob Besuche von Konzentrationslagern Pflichtbesuche sein sollten, spalteten sich die Meinungen sehr stark, mit unterschiedlichen Begründungen. Die Mehrheit der Befragten war aber dafür, regelmäßig an diese Zeit zu erinnern, da es eine "historische Verantwortung" sei. Nur sehr wenige Menschen gaben an, bereits Kontakt zur rechten Szene gehabt zu haben. Allerdings sei dieser Kontakt, sollte er vorhanden gewesen sein, nicht unbedingt erfreulich ausgegangen. Nur wenige der Befragten gaben an, einen nichtpolitischen Prominenten zu kennen, der offen über das Thema spricht. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, das Thema Nationalsozialismus noch nicht in der Grundschule, sondern eher zwischen Klasse fünf und zehn zu thematisieren. Die wenigsten Befragten, wobei es sich bei diesem Teil eher um die U30-Generation handelte, würde gerne in die Zeit des Nationalsozialismus reisen und dort "Mäuschen spielen". Die letzte Frage, ob die Befragten gerne mal ein persönliches Gespräch mit Hitler hätten, war sehr provokant. Aber genau das sollte sie sein. Die Antworten zeigten, dass sich die Mehrheit der Befragten dieses Gespräch wünschen würde.

Die Umfrageergebnisse wurden in der Aula des Reckenberg-Berufskollegs ausgestellt und somit hatten auch Mitschülern und Lehrer der Schule die Möglichkeit, sich über die Ergebnisse der Umfrage zu informieren. Im Februar reisen außerdem 24 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule nach Auschwitz. Dort werden sie das ehemalige Konzentrationslager besichtigen und im Archiv der Gedenkstätte mit Originaldokumenten Thematiken, wie z.B. Kinder und Jugendliche in Auschwitz und Schicksale von nach Auschwitz deportierten Einzelpersonen, erarbeiten.

Foto: Mit dem Thema „Nationalsozialismus in der Gegenwart“ beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Reckenberg-Berufskollegs. Im Rahmen einer Ausstellung im Schulgebäude präsentierten sie die Ergebnisse einer eigens durchgeführten Umfrage.

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