Damiáns Auslandsabenteuer am Reckenberg-Berufkolleg Rheda-Wiedenbrück

Aupair-Jahr, work and travel, Studieren im Ausland - Auslandserfahrungen werden im Berufsleben immer mehr geschätzt. Eine weitere, nicht so bekannte Möglichkeit eine besondere Erfahrung mit Fremdsprachen zu machen, ist es, an einer Schule als Fremdsprachenkorrespondent zu arbeiten. Am Reckenberg-Berufkolleg in Rheda- Wiedenbrück hat sich Damián Paredes Rodriguez seinen Wusch nach einem Auslandsabenteuer erfüllt.

Damián ist ein 23 jähriger Spanier aus Valencia, der seit September 2016 in Bielefeld wohnt und den Spanischunterricht am Reckenberg-Berufskolleg mit seinen Sprachkenntnissen bereichert. Seinen schulischen Lebenslauf hat er bereits in Spanien in dem kleinen Dorf Almoradí an einer Privatschule gemeistert. Mit 17 Jahren wagte er dann den Schritt zur Universität nach Murcia und verließ somit sein Heimatdorf. Jura zu studieren war immer sein Traum, bis er im Abitur von einer Freundin etwas über den Beruf des Dolmetschers erfuhr. Da er neben seiner Muttersprache Spanisch auch Katalanisch, Englisch, Französisch und Deutsch beherrscht, fiel ihm die Auswahl der zu studierenden Sprachen nicht gerade einfach. Mit Hilfe seiner Intuition entschied er sich schließlich für die Sprachen Deutsch und Englisch. Deutschland fand er immer schon interessant und hoffte deshalb auf ein dortiges Stipendium, welches er allerdings trotz seiner vorhandenen Sprachkenntnisse zuerst nicht bekam. Als es dann schließlich doch nach etwas Wartezeit klappte, durfte er sich das Bundesland, in dem er wohnen und arbeiten wollte, selbst aussuchen. Seine Wahl fiel auf Nordrhein-Westfalen, da er auf ein Leben in einer aufregenden Großstadt hoffte und es in NRW viele Großstädte gibt. Sein Wunsch auf einen spannenden und beeindruckenden Aufenthalt in der äußerst bekannten Stadt Köln wurde allerdings nicht erfüllt. Stattdessen landete er in Bielefeld, von wo aus er jeden Tag per Bus oder Zug in die schnucklige Kleinstadt Rheda-Wiedenbrück zum Berufskolleg fährt. Damián bereichert die Schüler auf dem Reckenberg durch seine persönliche und spaßige Art und Weise. Er unterstützt die Lehrer im Spanischunterricht, beantwortet Fragen der Schüler und übernimmt Unterrichtsparts, worüber sich nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer besonders freuen. Schließlich ist ein Langenscheidt-Wörterbuch nicht annährend so gut wie ein gebürtiger Spanier mit guten Deutschkenntnissen. Allerdings wird er das Reckenberg-Berufskolleg im Mai 2017 leider wieder verlassen. Er hofft jedoch darauf, sein Stipendium verlängern zu können. Obwohl er seine Familie und Freunde aus Spanien sehr vermisst, möchte er trotzdem noch eine Zeit in Deutschland bleiben. Viele seiner auf der Universität kennengelernten Freunde machen ebenfalls ein Auslandsjahr in verschieden Städten Deutschlands, zum Beispiel in Kiel. Um seinen Dolmetscher abzuschließen, muss der junge Spanier noch den Master absolvieren, welcher in Spanien ein Jahr dauert. Den Bachelor hat er bereits in der Tasche. Dieser dauert in Spanien vier Jahre. Jedoch gibt es in Spanien eine sehr hohe Arbeitslosenzahl, besonders bei jungen Menschen, was Damián am eigenen Leib erfahren musste. Während seiner Studienzeit suchte er einen Nebenjob, welchen er trotz jeder Menge Bewerbungen erst nach vier Monaten erhielt. Allerdings musste er bis 23 Uhr arbeiten und wurde auch noch schlecht bezahlt, da der Mindestlohn in Spanien nur bei vier Euro in der Stunde liegt. Nicht zuletzt auch aufgrunddessen und weil Auslandserfahrungen immer entscheidender für den Beruf werden, entschied er sich das Abenteuer Deutschland aufzunehmen. Auf die Frage, was ihm in Deutschland am meisten gefällt, antwortet er, dass ihm die Menschen, die ihn umgeben, sehr gefallen und er dankbar über seine tollen WG-Mitbewohner in Bielefeld ist. An dem Beispiel von Damián lässt sich also zeigen, dass ein Auslandsaufenthalt nicht nur ein zusätzlicher Pluspunkt in der Bewerbung ist, sondern auch eine Bereicherung für die Persönlichkeit darstellt und sehr viel Spaß machen kann.

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