Wie funktioniert die Berufsausbildung in Deutschland?

Wie funktioniert die Berufsausbildung in Deutschland?

Jordanisches Bildungsministerium informiert sich am Reckenberg-BK

Betrieb, Schule und überbetriebliche Ausbildung – das sind die Orte der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Hiervon überzeugte sich Ende April eine Delegation aus Jordanien, die das Reckenberg-Berufskolleg besuchte. Im Mittelpunkt dieser Visite von Vertretern des jordanischen Bildungsministeriums standen die Bau- und Holzberufe.

Auf Initiative des Handwerksbildungszentrums (HBZ) in Brackwede, die sich seit Jahren mit Projekten zur Berufsausbildung in der Region engagieren, konnten sich die Gäste Einblicke in die Werkstätten Am Sandberg in Rheda-Wiedenbrück verschaffen. Im Gespräch mit Schulleiterin Elke Brost und Abteilungsleiter Markus Woidich wurden nicht nur die unterschiedlichen Orte in der dualen Berufsausbildung, sondern auch die vollschulischen Angebote des Reckenberg-Berufskollegs vorgestellt. Dabei ließen sich die Gäste auch erläutern, wie das deutsche Schulsystem finanziert oder eine Lehrkraft eingestellt wird. Der Leiter der Abteilung Berufsausbildung des jordanischen Bildungsministeriums, Nawaf Tawfig Daif Allah Doghmi sowie seine Kollegen Naser Ali Aqeel Hanadeh und Yahya Atif Tawfiq Zabalawi lauschten aufmerksam den Worten des Übersetzers, der von Global Project Partners e. V. in Berlin jedes Detail ins Arabische übertrug.Nach der Führung durch die Räumlichkeiten Schule – insbesondere durch das Holztechnikum – empfingen die Schüler/innen der Unterstufe der Berufsfachschule „Staatlich geprüfte Assistentinnen/Assistenten für Ernährung und Versorgung Schwerpunkt Service“ die Delegation zu einem Mittagsimbiss im neuen Café Reckenberg. Bei Spargel-Cremesuppe, Salatbuffet und Spinatlasagne standen den jordanischen Gästen mit Christian Descher und Guido Grunden zwei erfahren Lehrkräfte aus der Bau- und Holzabteilung zum Gespräch zur Seite. Mit vielen Eindrücken verließen die Gäste die Schule. Welche Anregungen künftig bei der Reform des jordanischen Berufsschulwesens aus Rheda-Wiedenbrück stammen, bleibt abzuwarten.

 

 

v.l. Iyad Al Ghhafari (Übersetzer), Elke Brost (Schulleiterin), Naser Ali Aqeel Hanadeh (jordanisches Bildungsministerium), Hanna Beumer (Projektbegleitung Global Partners), Nawaf Tawfig Daif Allah Doghmi (Leiter Berufsausbildung des jordanischen Bildungsministeriums), Susan Klaus (HBZ- Projektleiterin), Klaus-Werner Schäfer (HBZ-Geschäftsführer), Yahya Atif Tawfiq Zabalawi (Projektmanager Jordanien), Markus Woidich (Abteilungsleiter Bau-, Holz- & Gestaltungstechnik)
Die Vertreter des jordanischen Bildungsministeriums lassen sich von Abteilungsleiter Markus Woidich Einzelheiten zum Holztechnikum und zur dualen Ausbildung erklären.
HBZ-Geschäftsführer Klaus-Werner Schäfer und Schulleiterin Elke Brost im Gespräch über die künftige Kooperation von HBZ und RBK.
Die Assistentinnen und Assistenten für Ernährung und Versorgung, Fachrichtung Service erwarten die jordanischen Gäste zum Mittagsimbiss.
Sprachgewandt zeigte sich der Schüler Khalaf Quassem, der in seiner Muttersprache Arabisch die vollschulische Ausbildung zum staatlich geprüften Assistenten für Ernährung und Versorgung mit dem Schwerpunkt Service erläutert.
Süßes zum Abschluss: Dessert Triologie – Limetten-Joghurt-Creme mit marinierten Erdbeeren.

Suche