Kreative Köpfe reden Klartext

Teilnehmer des vierten Rheda-Wiedenbrücker Poetry Slam mit Moderator und Profi-Slamer Karsten Strack, der den Dichterwettstreit im Stadthaus moderierte.

Vierter Rheda-Wiedenbrücker Poetry Slam von VHS und Reckenberg-Berufskolleg

Rheda-Wiedenbrück. Bereits zum vierten Mal in Folge fand kürzlich der Poetry Slam unter dem Motto „Zeit für Klartext“ statt. Sieben Nachwuchsslamer, davon besuchen fünf das Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück, trugen ihre Werke im Stadthaus Wiedenbrück vor reichlich Publikum vor. Möglich gemacht wurde der moderne Dichter-Wettstreit durch die VHS Reckenberg-Ems in Kooperation mit dem Reckenberg-Berufskolleg.

Im Vorfeld konnten Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs bereits an einem Workshop teilnehmen, in dem es um das Schreiben und Vortragen von Texten ging. Den Workshop leitete der erfahrene Poetry Slamer Karsten Strack aus Paderborn. Er moderierte auch den abendlichen Wettbewerb und führte alle Anwesenden charmant und selbstverständlich wortvirtuos durch die Veranstaltung.

Die Regeln dieses Wettstreits sind simpel. Die Teilnehmer – jeder, der Lust hat, darf mitmachen - tragen einen selbstverfassten Text innerhalb einer bestimmten Zeit ohne jegliche Hilfsmittel vor. Der Moderator betont, dass nicht gesungen werden dürfe, „Wir sind hier ja nicht bei einem Gesangswettbewerb.“ Rappen oder Beatboxen sei allerdings vollkommen in Ordnung. Auch die wichtigste aller Regeln erläuterte er: „respect the poet“ gilt sowohl unter den Teilnehmern, aber besonders auch für das Publikum.“ Nachdem dieses das Applaudieren mit einer „Applausrakete“ geübt hatte, wurde jeder der sieben Kandidaten mit einem schallenden „elf Komma sieben Periode neun“-Applaus auf die kleine Bühne gebeten. Durch nicht nur für Jugendliche allgegenwärtige Themen bekamen die Zuschauer einen Einblick in die Denkweisen, die Perspektiven und das Leben der jungen Dichter. Charmant, lustig, wortgewandt, aber auch ernst und sehr emotional sprachen sie Themen wie Toleranz, Depressionen, sowie Liebesprobleme und den Montag als Sündenbock der Menschen an. Letztlich konnte sich Marlene Wiemer als Siegerin knapp vor Alena König durchsetzen und belegte somit Platz eins. Aber auch alle anderen gewannen kleine Geschenke und vor allem jede Menge Bühnenerfahrung - vielleicht für ihren nächsten Poetry Slam.

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