Presseberichte

In der Lokalzeitung "Die Glocke" dokumentiert Johannes Bitter am Mittwoch, den 11. Dezember 2013, seine Eindrücke zur Jubiläumsfeier mit dem folgenden Beitrag

Rück- und Ausblick amüsieren die Geburtstagsgäste

Mit dem Anspruch „Bildung als Ganzes“ haben das Ems- und das Reckenberg-Berufskolleg gestern ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Mit 1880 beziehungsweise 2000 Schülern sind beide Einrichtungen am Sandberg in Wiedenbrück fast gleich groß. 

Als Geburtstagsgeschenk brachte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) „die uneingeschränkte Unterstützung des Schulträgers Kreis Gütersloh“ mit. Er versicherte, die sächliche Ausstattung sei ihm wichtig. Eine Region ohne gut ausgebildete Fachkräfte habe keine große Zukunft, mahnte Adenauer. „Man kann an allen unseren fünf Berufskollegs das Abitur machen“,sagte der Landrat. Er verteidigte den Schulentwicklungsplan, der aus mehreren Gemischtwarenläden gute Spezialisten gemacht habe. Die Qualität des Lernens sei wichtiger als die Qualität des Wissens, weil kein Mensch alles wissen könne, so Adenauer. 

Landrat Sven-Georg Adenauer mit Elke Brost und Dieter Freyer

Der Leitende Regierungsschuldirektor Helmut Zumbrock zeichnete den Weg von der Pflichtberufs- zur breit gefächerten Angebotsschule nach. Fachschule und allgemeine Hochschulreife werteten die berufliche Bildung auf, so der Vertreter der Schulaufsicht.
Für Michael Kaiser und Jens Schmidt von der Industrie- und Handelskammer werden Berufskollegs „nicht älter, sondern erfahrungsreicher". Kreishandwerksmeister Burkhard Brockbals sagte: „Ohne die Kollegs läuft die gesamte duale Ausbildung nicht. Mit Akademikern allein ist der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu sichern." 
Junge Menschen, die sich in Sozialberufe einbringen und am Reckenberg-Kolleg ausgebildet werden, erbrächten wiederum einen Bildungsauftrag in den Kindertagesstätten, stellte Ruth Lohmeier vom Beirat der sozialpädagogischen Ausbildung fest. 
Sehr realitätsnah und gekonnt stellten Schüler eine Unterrichtsstunde von 1938 samt Obersturmbannführer sowie eine von 1968 mit Uschi Obermaier, Rudi Dutschke, Joschka Fischer und Alice Schwarzer dar.

Simulation einer Unterrichtsstunde von 1938

Die Krönung war ein Ausblick auf das Jahr 2038 mit Cyber-Abitur und Download-Streberin.

Cyber-Abitur 2038

 

Für die "Neue Westfälische" berichtet  Waltraud Leskovesk in der Ausgabe am Mittwoch, den 11. Dezember 2013.

Herausforderungen gemeistert
Berufsschulen feiern gemeinsam 75. Geburtstag

Mit dem gemeinsamen Schulfest zum 75. Bestehen der beiden Berufskollegs des Kreises Güterslohin Rheda-Wiedenbrück „Reckenberg“ und „Ems“ zeigten die beiden Bildungseinrichtungen, wie gelungen ihre Zusammenarbeit inzwischen ist. Am gestrigen Dienstag wurde das Jubiläum mit zahlreichen Ehrengästen in der Aula des Reckenberg-Berufskollegs, die von beiden Schulen genutzt wird, gefeiert. 

Anhand von Bausteinen, die sie auf der Bühne auftürmten, zeigten die Schüler den Gästen wie viele und vor allen Dingen unterschiedliche Bildungsgänge die weiterführenden Schulen jungen Menschen als Zukunftsperspektive bieten. Angefangen bei Berufsgrundschuljahren verschiedener Richtungen, über das Fachabitur, Berufsschule für handwerkliche und kaufmännische Berufe, Techniker, Sozialhelfer, Wirtschaftsgymnasium und viele, viele mehr. Insgesamt sind es 52 Bildungsgänge. 180 Lehrer unterrichten rund 4.000 Schüler „Am Sandberg". Die beiden Kollegs blicken auf einen langen Weg aus der Vorkriegs- und Kriegszeit über das Wirtschaftswunder, dem gesellschaftlichen Umbruch in den 1970er Jahren, die Nullbock-Mentalität in den 1980er Jahren und die Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands bis in das neue Jahrtausend zurück und haben doch alle Herausforderungen gemeistert. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten vor zweieinhalb Jahren, als Elke Brost als Schulleiterin das Reckenberg-Berufskolleg übernommen hat und Dieter Freyer das Ems-Berufskolleg, haben sich die beiden Schulen gefunden und präsentieren sich heute gemeinschaftlich. Die beiden Rektoren brachten es in ihrer Rede auf den Punkt. „Wir sind der Zipper am Reißverschluss, wie ein Navigator für junge Menschen auf ihren Weg in die Zukunft und vermitteln ihnen das Rüstzeug für lebenslanges Lernen", machten Brost und Freyer deutlich. Die beiden Schulen seien der Reißverschluss. Die eine Seite könne ohne die andere nicht funktionieren. Sie hätten voneinander gelernt, ihre unterschiedlichen Fähigkeiten vernetzt und gebündelt.  Unterstützt werden die Kollegs vom Kreis Gütersloh als Schulträger, der Handwerkskammer, der IHK Ostwestfalen- zu Bielefeld, den Innungen, den Betrieben als Partner der dualen Ausbildung, den sozialen Einrichtungen und vielen anderen. Das zeige einmal mehr, dass Ausbildung und Förderung junger Menschen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Mit musikalischen Einlagen der Jazz-Band „Syndikat“, wurden Grußworte des Landrats, der Bezirksregierung Detmold, der IHK, des Jugendamtes der Stadt Rheda-Wiedenbrück, des Vorsitzenden der Kreishandwerkerschaft, Burkhard Brockbals, sowie Schülern und Lehrern untermalt. Im Foyer hatten Schüler ein Flying Dinner mit Sektempfang vorbereitet.

 

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