45 Nachwuchstischler freigesprochen

45 Auszubildende im Tischlerhandwerk sind in der Aula des Reckenberg-Berufskollegs in Rheda-Wiedenbrück feierlich freigesprochen worden. Nach drei Jahren Ausbildung sind aus den jungen Menschen hochqualifizierte Handwerker geworden, denen nun viele Türen offen stehen.

Die Freisprechung fand am Freitagabend im Reckenberg-Berufskolleg in Rheda-Wiedenbrück im Beisein von Ehrengästen und Mitgliedern des Gesellenprüfungsausschusses statt.

Rheda-Wiedenbrücks stellvertretender Bürgermeister Norbert Flaskamp sagte, dass eine gute Ausbildung immer noch der beste Einstieg ins Berufsleben sei, egal wie jeder jetzt weitermache. "Gute Handwerker sind gesuchte Leute."

Schulleiterin Elke Brost lobte Durchhaltevermögen, Strategie, positive Haltung und Einsatzbereitschaft der jungen Fachkräfte, die als Belohnung ihre Gesellenbriefe erhielten. Mit kurzen Filmausschnitten aus der englischen Comedysendung Mr. Bean lockerte sie ihre Ansprache humorvoll auf. Als Tipp gab Brost den Tschlern mit auf den Weg, nie zum Einzelkämpfer zu werden und immer ein kollegiales Verhalten an den Tag zu legen. Das zahle sich auf Dauer aus.

Jürgen Soetebier, der Obermeister der Tischlerinnung Gütersloh, verglich die dreijährige Ausbildung mit einer Gipfeltour. Viele Wege führten nach oben. Die einen hätten den kürzesten mit Helm, Seil und Haken gewählt, andere den bequemen Weg. Eine weitere Gruppe schließlich habe einen unbequemen langen Weg zurücklegen müssen. Aber schließlich seien alle oben angekommen, am Ziel ihrer Ausbildung.

Der Dank aller Festredner galt auch den Betrieben für ihre Bereitschaft, junge Fachkräfte auszubilden. Als Leiter des Tischlerbildungszentrums in Rheda-Wiedenbrück sagte Udo Schwedes, dass die Freisprechung ein Moment der Glücksgefühle und ein Stück Freiheit sei. Zugleich mahnte er, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, denn schon bald gehe es weiter. Schwedes wünschte allen eine richtige Antenne für das Wichtige im Leben und bedankte sich für drei tolle und spannende Jahre. "Ihr habt euch alle wacker geschlagen", lobte er seine Schützlinge.

Den in jedem Jahr verliehenen Johann-Heinrich-Riesener-Preis teilten sich Marius Bettentrup aus Rheda-Wiedenbrück und Simon Voßkord aus Rietberg. Beide hatten 194 Punkte für ihr Gesellenstück und die Arbeitsprobe erhalten und damit die beste praktische Gesamtnote erzielt.  

Buchpräsente für die Prüfungsbesten
Die acht prüfungsbesten Tischlergesellen wurden mit Buchpräsenten und einem Gutschein vom Gütersloher Baubedarf bedacht. Es sind: Marius Bettentrup, Rheda-Wiedenbrück (Firma Lignatus, Langenberg); Christoph Born, Delbrück (Stefan Steinkämper, Rietberg); Sebastian Brock, Hövelhof (Humann, Schloß Holte-Stukenbrock); Felix Klosofski, Rheda-Wiedenbrück, (Klasmeier, Rheda-Wiedenbrück); Felix Kreienbaum (Herzebrock-Clarholz (GK Design, Herzebrock-Clarholz), René Moning, Hiddenhausen (Nobilia-Werk, Verl); Felix Münstermann, Rheda-Wiedenbrück (Elmar Bettentrup, Rheda-Wiedenbrück), sowie Simon Voßkord, Rietberg (Stefan Steinkämper, Rietberg).  

Quelle: Die Glocke 28.Juni 2015

 

 

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