Schulentlassung und Berufsabschluss

In der letzten Juniwoche erhielten Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Kinderpflege, der Berufsfachschule für Sozialhelfer und Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik neben dem Schulzeugnis auch einen Berufsabschluss.

"Nicht alle von Ihnen wissen, was sie mit ihren nun erworbenen Abschluss anfangen möchten", meinte Schulleiterin Elke Brost in ihrer Abschiedsrede. Fachschule, Studium, Arbeiten in einer Einrichtung, eine Familie gründen. Viele Wege würden den Entlassenen nun offen stehen. Sie machte Mut, sich auch mal auf Risiken einzulassen und das Leben nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen zu planen, ohne sich beirren zu lassen. "Wenn sich mal eine Tür vor Ihnen verschließt, dann seien Sie sicher, dass sich eine oder gleich mehrere neue Türen öffnen werden", gab sie den jungen Menschen mit auf ihren neuen Wegen. Sie wünschte allen Freude am Beruf sei es mit Kindern, Jugendlichen, Familien, kranken oder behinderten Menschen und in der Seniorenarbeit. Sie dankte den Klassenlehrern für ihren Einsatz.

Johan La Gro sprach die Abschiedsworte aus den Reihen der Lehrer und führte dabei die Schüler noch einmal zurück in eine Zeit als Kindergärten noch Kinderverwahranstalten hießen und Menschen mit körperlichen Behinderungen als Krüppel bezeichnet wurden. Zum Glück hätte sich viel getan. Geblieben seien aber Begriffe wie Bildung, Erziehung und Betreuung. Wenn auch in einer anderen Reihenfolge als vor 150 Jahren. "Sie haben sich schöne Berufe ausgewählt, in denen Sie mit Menschen arbeiten können", betonte er. Er wünschte allen offene Augen und Ohren für Probleme anderer Menschen, Mut, wenn sie gegen Ausgrenzungen angehen, Professionalität im Job, Weisheit bei der Trennung von Privatem und Beruf sowie stets Humor und Augenzwinkern, denn "Menschen sind nie perfekt".

Nach musikalischen Beiträgen der Schulband wurden die Klassenbesten geehrt. In der Berufsfachschule für Sozialhelfer wurde Lea Pierenkemper für ihre guten Leistungen  ausgezeichnet. Bei den Kinderpflegern hatten Lilia Mantler und Rene Stubbe die Nase vorn und in der Fachschule für Sozialpädagogik Lisa Bokel und Yvonne Hafer.

 

Textvorlage und Bild aus der NW vom 1. Juli 2014

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