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Dem Fachmann über die Schulter geblickt.
Die Möglichkeit zur Fachexkursion vor Ort nutzten 16 angehende Zimmermänner des Reckenberg – Berufskollegs mit ihrem Fachlehrer Herrn Descher. Zunächst wurden bei einem Rundgang durch die historische Altstadt die Fachwerkhäuser unter die Lupe genommen. Hierbei entdeckte man schnell die Unterschiede in der Nutzung und Ausführung der Häuser. Die Schmuckgiebel mit den Figuren, Inschriften und Schnitzereien fanden großes Interesse und wurden diskutiert. Das eigentliche Ziel der Exkursion war das aus dem 17. Jahrhundert stammende Gebäude an der Wasserstraße 19. Hier steht das entkernte Gerippe eines Fachwerkbaus, der derzeit wiederhergestellt wird. Interessiert betrachteten die Schüler die Abstützarbeiten, die notwendig sind, um an einem Fachwerkhaus die tragenden Teile auszutauschen bzw. zu überarbeiten. Im Inneren ging es unter anderem um die fachgerechte Ergänzung schadhafter Bauteile. Neben typischen Schadensbildern konnten auch bewährte Sanierungsverbindungen gezeigt werden. Fragen der Auszubildenden wurden durch einen Fachmann der Firma Drücker und Schnitger beantwortet. Auch der Aufbau der Gefache und die baulichen Besonderheiten des Gebäudes wurden erläutert. Einig waren sich alle darin, dass eine solche Sanierung anspruchsvolle Handarbeit ist, die viel Sachverstand erfordert und die hohen Fertigkeiten des Zimmererberufs zeigt. Den Stolz auf ihren Beruf zeigten die jungen Leute durch das Tragen der Zunftkleidung, die auch im Stadtbild den einen oder anderen erstaunten Blick hervorrief.

Das Bild zeigt die angehenden Zimmerleute vor dem Fachwerkhaus an der Wasserstraße.
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